Weiße Seerose (Nymphaea alba)

Weiße Seerose

Nymphaea alba

Die Königin der stillen Gewässer öffnet ihre makellosen Blüten auf dem Wasserspiegel. Ausdauernde Wasserpflanze; weitere Namen: Wasserlilie.

Benötigt volle Sonne für eine reiche Blüte; windgeschützte Lagen bevorzugt.
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Mittel
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Standort & Bedürfnisse

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LichtBenötigt volle Sonne für eine reiche Blüte; windgeschützte Lagen bevorzugt.
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GießenAquatische Pflanze; wächst permanent im Wasser (Wassertiefe je nach Sorte 40–150 cm).
🌡️
TemperaturWinterhart in ausreichend tiefen Gewässern (Rhizom darf nicht durchfrieren); optimales Wachstum bei sommerlichen Wassertemperaturen.
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Merkmale

  • Blätter: Schwimmblätter, kreisrund bis breit oval, 10–30 cm im Durchmesser, tief eingeschnitten am Stielansatz, oberseits dunkelgrün und wachsartig, unterseits oft rötlich.
  • Blüten: Einzeln auf der Wasseroberfläche schwimmend, 10–20 cm groß, mit zahlreichen (meist 20–25) weißen Kronblättern und vielen gelben Staubblättern; öffnen sich tagsüber.
  • Spross/Wurzel: Kräftiges, kriechendes Rhizom im Gewässergrund verankert.
  • Früchte: Kapselartige, fleischige Sammelfrucht, die unter Wasser heranreift und zerfällt.
🛠️

Pflege

Gießen

Permanent im Wasser

Düngen

Düngekegel ins Substrat drücken. Spezielle Seerosendünger (Düngekegel) direkt in den Wurzelbereich stecken, um Algenblüten im Freiwasser zu vermeiden.

Teichschlamm-Kompost:Beim Umtopfen im Frühjahr kann gut abgelagerter, ungedüngter Lehm mit etwas reifem Kompost (tief im Pflanzkorb platziert und mit Sand abgedeckt) verwendet werden, um Nährstoffe langsam abzugeben.
Schneiden
  • Verblühte Blüten und gelbe, absterbende Blätter regelmäßig am Stielansatz abschneiden, um Fäulnis im Wasser zu verhindern.
  • Im Herbst abgestorbene Pflanzenteile vor dem Absinken entfernen.
  • Alle 3–4 Jahre das Rhizom im Frühjahr teilen, wenn die Blühfreudigkeit nachlässt oder die Pflanze zu groß wird.
⚠️

Giftigkeit

Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.

Haustiere & Menschen

Haustiere: Verzehr von Pflanzenteilen kann zu leichten Magen-Darm-Reizungen führen.

Menschen: Das Rhizom und die Samen enthalten Alkaloide (wie Nupharin), die in größeren Mengen leicht giftig wirken und Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.

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Verwendung & Kultur

Kultur: In der europäischen Romantik und im Jugendstil ein beliebtes Motiv für Reinheit und unberührte Natur; oft in Märchen und Sagen mit Wassergeistern (Nixen) assoziiert.

Verwendung: Zierpflanze für Gartenteiche und Parkanlagen; historisch wurden die stärkereichen Rhizome in Notzeiten gegessen oder medizinisch genutzt.