Standort & Bedürfnisse
Merkmale
- Blätter: Schwimmblätter, kreisrund bis breit oval, 10–30 cm im Durchmesser, tief eingeschnitten am Stielansatz, oberseits dunkelgrün und wachsartig, unterseits oft rötlich.
- Blüten: Einzeln auf der Wasseroberfläche schwimmend, 10–20 cm groß, mit zahlreichen (meist 20–25) weißen Kronblättern und vielen gelben Staubblättern; öffnen sich tagsüber.
- Spross/Wurzel: Kräftiges, kriechendes Rhizom im Gewässergrund verankert.
- Früchte: Kapselartige, fleischige Sammelfrucht, die unter Wasser heranreift und zerfällt.
Pflege
Permanent im Wasser
Düngekegel ins Substrat drücken. Spezielle Seerosendünger (Düngekegel) direkt in den Wurzelbereich stecken, um Algenblüten im Freiwasser zu vermeiden.
Teichschlamm-Kompost:Beim Umtopfen im Frühjahr kann gut abgelagerter, ungedüngter Lehm mit etwas reifem Kompost (tief im Pflanzkorb platziert und mit Sand abgedeckt) verwendet werden, um Nährstoffe langsam abzugeben.- Verblühte Blüten und gelbe, absterbende Blätter regelmäßig am Stielansatz abschneiden, um Fäulnis im Wasser zu verhindern.
- Im Herbst abgestorbene Pflanzenteile vor dem Absinken entfernen.
- Alle 3–4 Jahre das Rhizom im Frühjahr teilen, wenn die Blühfreudigkeit nachlässt oder die Pflanze zu groß wird.
Giftigkeit
Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.
Haustiere: Verzehr von Pflanzenteilen kann zu leichten Magen-Darm-Reizungen führen.
Menschen: Das Rhizom und die Samen enthalten Alkaloide (wie Nupharin), die in größeren Mengen leicht giftig wirken und Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.
Verwendung & Kultur
Kultur: In der europäischen Romantik und im Jugendstil ein beliebtes Motiv für Reinheit und unberührte Natur; oft in Märchen und Sagen mit Wassergeistern (Nixen) assoziiert.
Verwendung: Zierpflanze für Gartenteiche und Parkanlagen; historisch wurden die stärkereichen Rhizome in Notzeiten gegessen oder medizinisch genutzt.
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