Standort & Bedürfnisse
Merkmale
- Blätter: Gegenständig, eiförmig bis lanzettlich, ungeteilt und ganzrandig; oft mit deutlichen Längsnerven.
- Blüten: Vier-zählig (selten fünf-zählig), Krone violett bis lila, seltener weiß oder rötlich; am Schlund bärtig gefranst. Kelchblätter tief geteilt mit zwei breiten und zwei schmalen Zipfeln.
- Stängel: Aufrecht, oft vom Grund an verzweigt, kantig und kahl.
- Wurzel: Spindelförmige, oft verzweigte Pfahlwurzel.
Pflege
Mäßig gießen, Boden zwischenzeitlich leicht antrocknen lassen
Keine Düngung. Als Magerkeitszeiger absolut empfindlich gegen Nährstoffüberschuss; Düngung meist tödlich für den Bestand.
Kartoffelwasser:Ungesalzenes Kochwasser von Kartoffeln abkühlen lassen und stark verdünnt gießen. Nur bei Topfkultur in extrem nährstoffarmen Substraten anwenden, um minimal Kalium für die Blütenbildung zu liefern, ohne Stickstoff anzureichern.- Samenreife: Verblühte Stände unbedingt stehen lassen, da die Pflanze zweijährig ist und sich für den Fortbestand selbst aussäen muss.
- Rückschnitt: Kein Rückschnitt während der Vegetationsperiode erforderlich.
- Naturschutz: Wildbestände sind streng geschützt und dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden.
Giftigkeit
Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.
Haustiere: Gemäß ASPCA und allgemeinen toxikologischen Daten nicht als giftig gelistet. Bitterstoffe verhindern meist eine Aufnahme.
Menschen: Enthält stark bittere Stoffe (Secoiridoide), gilt aber als ungiftig. In der Volksmedizin teils als Bittermittel genutzt.
Verwendung & Kultur
Kultur: Der Enzian ist ein klassisches Symbol der Alpenflora und steht in der westlichen Kultur für Treue und die unberührte Reinheit der Berge.
Verwendung: Früher in der Volksmedizin aufgrund der Bitterstoffe zur Verdauungsförderung genutzt; heute aufgrund des strengen Naturschutzes keine Nutzung mehr.
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