Echter Hanf (Cannabis sativa)

Echter Hanf

Cannabis sativa

Eine der ältesten Nutz- und Kulturpflanzen der Menschheit, geschätzt für ihre extrem widerstandsfähigen Fasern und vielseitigen Inhaltsstoffe. Weitere Namen: Nutzhanf, Marihuana-Pflanze.

Benötigt viel direktes Sonnenlicht für kräftiges Wachstum; ein vollsonniger Standort ist ideal.
3/week
Mittel
🌱

Standort & Bedürfnisse

☀️
LichtBenötigt viel direktes Sonnenlicht für kräftiges Wachstum; ein vollsonniger Standort ist ideal.
💧
GießenSubstrat gleichmäßig feucht halten, antrocknen lassen, dann durchdringend gießen; Staunässe zwingend vermeiden.
🌡️
TemperaturOptimales Wachstum bei 20–28 °C; sehr frostempfindlich, im Herbst rechtzeitig ernten oder schützen.
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Merkmale

  • Blätter: Handförmig gefingert, meist 5–9 lanzettliche Fiederblättchen mit scharf gesägtem Rand; oberseits dunkelgrün und leicht rau.
  • Blüten: Zweihäusig; männliche Blüten in lockeren, gelblich-grünen Rispen; weibliche Blüten in dichten, drüsenreichen Ähren mit auffälligen Narben.
  • Spross: Aufrecht, gerillt, oft hohl im Alter und mit feinen, rauen Haaren besetzt.
🛠️

Pflege

Gießen

Regelmäßig und reichlich gießen, sobald die oberste Erdschicht trocken ist.

Düngen

Stickstoffbetont düngen, um das Blatt- und Stängelwachstum zu fördern.. Wöchentlich in der Wachstumsphase

Bananenschalen-Tee:Bananenschalen zerkleinern, in Wasser 24 Stunden ziehen lassen. Verdünnt (1:5) gießen, um die Blütenentwicklung auf natürliche Weise zu stärken.
Schneiden
  • Topping: Den Haupttrieb in der vegetativen Phase kappen, um ein buschigeres Wachstum und mehr Seitentriebe zu fördern.
  • Entlauben (Defoliation): Große, schattenspendende Sonnensegel im unteren Bereich entfernen, um die Luftzirkulation zu verbessern und Schimmel vorzubeugen.
  • Ausgeizen (Lollipopping): Schwache Triebe im unteren Drittel entfernen, damit die Pflanze ihre Energie in die oberen Hauptblüten leitet.
⚠️

Giftigkeit

Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.

Haustiere & Menschen

Haustiere: Gemäß ASPCA giftig: Verursacht Lethargie, Erbrechen, Koordinationsstörungen, Speichelfluss und in schweren Fällen Krampfanfälle oder Koma.

Menschen: Rohe Pflanzenteile sind kaum psychoaktiv, erhitzt oder extrahiert jedoch stark berauschend; kann Schwindel und Übelkeit auslösen.

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Verwendung & Kultur

Kultur: In der westlichen Geschichte war Hanf eine der wichtigsten Pflanzen für die Seefahrt; Segeltuche und Takelagen bestanden jahrhundertelang aus den extrem reißfesten Hanffasern.

Verwendung: Fasergewinnung für Textilien und Papier, Samen als hochwertiges Nahrungsmittel und Öl, sowie medizinische Nutzung der Cannabinoide.