Gemeines Fettkraut (Pinguicula vulgaris)

Gemeines Fettkraut

Pinguicula vulgaris

Eine faszinierende fleischfressende Pflanze, deren klebrige Blätter kleine Insekten fangen. Weitere Namen: Gewöhnliches Fettkraut.

Helles Streulicht bevorzugt, direkte und heiße Mittagssonne vermeiden; toleriert leichten Halbschatten.
7/week
Mittel
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Standort & Bedürfnisse

☀️
LichtHelles Streulicht bevorzugt, direkte und heiße Mittagssonne vermeiden; toleriert leichten Halbschatten.
💧
GießenSubstrat muss stets feucht bis nass gehalten werden (Anstaubewässerung im Sommer); zwingend kalkfreies Wasser (Regenwasser) verwenden.
🌡️
TemperaturOptimal 15–20 °C im Sommer; als winterharte Art benötigt sie eine kalte Ruhephase (Überwinterung als Hibernakel nahe dem Gefrierpunkt).
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Merkmale

  • Blätter: Rosettenförmig angeordnet, hellgrün bis gelblich-grün, fleischig, oberseits mit unzähligen klebrigen Drüsenhaaren besetzt; Ränder oft leicht nach oben gerollt.
  • Blüten: Zygomorph (lippenblütig), violett bis blau, mit einem deutlichen Sporn an der Basis; einzeln an 5–15 cm langen, drüsenlosen Stielen.
  • Wurzeln: Sehr flach und schwach ausgebildet, dienen primär der Verankerung im feuchten Substrat und kaum der Nährstoffaufnahme.
🛠️

Pflege

Gießen

Sehr feucht bis nass halten, Topf kann leicht im Wasser stehen (Anstaubewässerung).

Düngen

Nicht düngen!. Karnivoren niemals düngen; sie decken ihren Nährstoffbedarf vollständig über den Insektenfang.

Schneiden
  • Pflege: Abgestorbene, braune Blätter vorsichtig mit einer Pinzette entfernen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Blüten: Verwelkte Blütenstiele tief an der Basis abschneiden.
  • Ruhephase: Im Winter zieht sich die Pflanze in eine Winterknospe (Hibernakel) zurück; alte Blätter sterben ab und können entfernt werden.
⚠️

Giftigkeit

Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.

Haustiere & Menschen

Haustiere: Gemäß ASPCA als ungiftig für Katzen eingestuft.

Menschen: Ungiftig für Menschen. Wurde historisch sogar in der Volksmedizin und Lebensmittelherstellung verwendet.

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Verwendung & Kultur

Kultur: In Nordeuropa (insbesondere Schweden und Norwegen) wurden die Blätter traditionell verwendet, um Milch dickzulegen und die sogenannte "Tätmjölk" (eine Art Sauermilch) herzustellen.

Verwendung: Beliebte Zierpflanze für Moorbeete; im Haus oft als biologischer und effektiver Fänger von Trauermücken und Fruchtfliegen eingesetzt.