Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Schwarzer Holunder

Sambucus nigra

Die reifen Beeren sind ein kulinarischer Genuss, die unreifen giftig – Dualität von Nutzen und Risiko. Sommergrüner Strauch oder kleiner Baum; geläufig: Schwarzer Holunder.

Halbschatten
1–2/week
Leicht
🌱

Standort & Bedürfnisse

☀️
LichtSonnig bis halbschattig, verträgt auch leichten Schatten; pralle Mittagssonne im Sommer kann Blätter verbrennen
💧
GießenRegelmäßig gießen, um den Boden feucht zu halten; Staunässe unbedingt vermeiden, da dies Wurzelfäule verursachen kann
🌡️
TemperaturFrosthart bis -20°C, verträgt kalte Winter ohne zusätzlichen Schutz; im Sommer verträgt Temperaturen bis 30°C
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Merkmale

  • Blätter: Gegenständig, gefiedert mit 5–7 Blättchen, mattgrün
  • Blüten: Weiße, duftende Doldentrauben mit bis zu 25 cm Durchmesser
  • Früchte: Reife Beeren schwarz, rund, im August–September reif
🛠️

Pflege

Gießen

Regelmäßig gießen, um den Boden konstant feucht zu halten

Düngen

Einmal im Frühjahr mit einem universellen Dünger düngen. Dünger nur in moderaten Mengen anwenden, um übermäßigen Wuchs zu verhindern

Kaffeesatz-Kompostauszug:Vollständig kompostierten Kaffeesatz mit Wasser im Verhältnis 1:30 verdünnen; nur auf durchlässigen Boden auftragen, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden
Schneiden
  • Tote oder kranke Zweige im späten Winter oder frühen Frühjahr entfernen, um Luftzirkulation zu verbessern
  • Starkes Zurückschneiden im Frühjahr, um den Wuchs zu kontrollieren und dichtere Trauben zu fördern
  • Unreife Beeren entfernen, um versehentliches Verzehren durch Kinder oder Haustiere zu verhindern
⚠️

Giftigkeit

Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.

Haustiere & Menschen

Haustiere: ASPCA-eingestuft als giftig: Cyanoglykoside können Magen-Darm-Beschwerden und Atemprobleme verursachen

Menschen: Unreife Beeren und Blätter enthalten Cyanoglykoside, die bei Verzehr Mundreizung, Übelkeit oder Kopfschmerzen verursachen können; reife Beeren sind unbedenklich

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Verwendung & Kultur

Kultur: Im Volksglauben steht der Holunder für Heilung und Schutz vor bösen Geistern; Blüten werden traditionell zu Tee verarbeitet

Verwendung: Reife Beeren zu Marmelade, Saft oder Likör verarbeitet; Blüten als Aromastoff in Getränken oder Backwaren