Standort & Bedürfnisse
Merkmale
- Blätter: Grundständig, rosettenartig angeordnet, lanzettlich bis breit eiförmig, oft mit auffälligen dunkelroten bis schwarzbraunen Flecken versehen.
- Blüten: Purpurrot bis rosa, selten weiß; in einem lockeren bis dichten, zylindrischen Blütenstand; die Lippe ist dreilappig mit hellerem, gepunktetem Zentrum; der Sporn ist aufwärts oder waagerecht gerichtet.
- Spross/Wurzel: Aufrechter, kräftiger, oft im oberen Teil rötlich überlaufener Stängel; unterirdisch zwei eiförmige bis kugelige Wurzelknollen.
Pflege
Gleichmäßig feucht während des Austriebs und der Blüte; im Hochsommer trockener.
Keine Düngung. Erdorchideen reagieren extrem empfindlich auf Nährstoffe und dürfen nicht regulär gedüngt werden.
Eierschalen-Wasser:Zerkleinerte Eierschalen in Wasser ziehen lassen. Nur extrem stark verdünnt anwenden, da Erdorchideen sehr nährstoffarme Böden bevorzugen. Dient primär der Kalkzufuhr bei zu sauren Böden, nicht als klassischer Dünger.- Verblühtes: Stehen lassen, bis die Samen ausgereift und verstreut sind.
- Laub: Erst entfernen, wenn es im Hochsommer vollständig braun und eingezogen ist.
- Schnitt: Kein formgebender Schnitt erforderlich oder toleriert.
Giftigkeit
Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.
Haustiere: Gemäß ASPCA gelten Orchideen allgemein als ungiftig für Katzen.
Menschen: Keine Toxizität bekannt. Die Knollen wurden historisch zur Herstellung von Salep genutzt, die Pflanze ist heute jedoch streng geschützt.
Verwendung & Kultur
Kultur: In der Antike und im Mittelalter galt die Pflanze aufgrund der hodenförmigen Doppelknollen als starkes Aphrodisiakum und Symbol für Fruchtbarkeit.
Verwendung: Historisch wurden die getrockneten Knollen zu "Salep" vermahlen, einem nahrhaften Heißgetränk. Heute steht die Pflanze unter strengem Naturschutz (CITES, Bundesartenschutzverordnung).
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