Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Schwarzer Holunder

Sambucus nigra

Ein robuster, sommergrüner Strauch mit schirmförmigen weißen Blütenrispen und dunklen Beeren, tief verwurzelt in der europäischen Kulturgeschichte. Weitere Namen: Fliederbeerbusch, Holler.

Sonnig bis halbschattig; toleriert auch Schatten, blüht und fruchtet dort aber deutlich weniger.
1/week
Einfach
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Standort & Bedürfnisse

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LichtSonnig bis halbschattig; toleriert auch Schatten, blüht und fruchtet dort aber deutlich weniger.
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GießenBoden mäßig feucht halten, verträgt kurzzeitige Trockenheit, aber keine dauerhafte Staunässe.
🌡️
TemperaturSehr frosthart; optimales Wachstum bei gemäßigten mitteleuropäischen Temperaturen.
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Merkmale

  • Blätter: Gegenständig, unpaarig gefiedert, 5–7 elliptische Fiederblättchen mit gesägtem Rand; riechen beim Zerreiben charakteristisch herb.
  • Blüten: Große, flache Schirmrispen (Trugdolden), 10–20 cm breit; Einzelblüten klein, cremeweiß, 5-zählig, stark duftend.
  • Früchte: Kugelige, schwarzviolette Steinfrüchte (Beeren) in schweren, hängenden Fruchtständen.
  • Borke: Graubraun, tief längsrissig, mit auffälligen Korkwarzen (Lentizellen); das Mark der Zweige ist weiß und schwammig.
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Pflege

Gießen

Regelmäßig gießen, besonders bei Trockenheit und während der Fruchtbildung

Düngen

Im zeitigen Frühjahr mit Kompost oder organischem Material mulchen. Stickstoffbetonte organische Düngung fördert das Wachstum.

Brennnesseljauche:Frische Brennnesseln in Wasser ansetzen und 1-2 Wochen gären lassen. 1:10 mit Wasser verdünnt im Wurzelbereich gießen. Ideal für den hohen Stickstoffbedarf des Holunders.
Schneiden
  • Erhaltungsschnitt: Im späten Winter oder zeitigen Frühjahr alte, abgetragene Triebe bodennah entfernen.
  • Fruchtholz: Holunder blüht und fruchtet am besten an den kräftigen einjährigen Trieben, diese unbedingt stehen lassen.
  • Auslichten: Zu dicht stehende Zweige entfernen, um eine gute Durchlüftung zu gewährleisten und Pilzkrankheiten vorzubeugen.
⚠️

Giftigkeit

Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.

Haustiere & Menschen

Haustiere: Gemäß ASPCA giftig für Katzen; Verzehr von Blättern, Rinde oder rohen Beeren führt zu Vergiftungserscheinungen.

Menschen: Rohe Beeren, Blätter und Rinde enthalten cyanogene Glykoside (Sambunigrin) und sind giftig. Gekochte reife Beeren und Blüten sind essbar und ungiftig.

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Verwendung & Kultur

Kultur: In der germanischen Mythologie galt der Holunder als Sitz der Göttin Holla (Frau Holle) und als heiliger Schutzbaum für Haus und Hof, der böse Geister und Blitze abwehren sollte.

Verwendung: Blüten für Sirup, Limonade und Tee; gekochte Beeren für Saft, Gelee und Wein; traditionelle Heilpflanze bei Erkältungskrankheiten.