Standort & Bedürfnisse
Merkmale
- Blätter: Gegenständig, unpaarig gefiedert, 5–7 elliptische Fiederblättchen mit gesägtem Rand; riechen beim Zerreiben charakteristisch herb.
- Blüten: Große, flache Schirmrispen (Trugdolden), 10–20 cm breit; Einzelblüten klein, cremeweiß, 5-zählig, stark duftend.
- Früchte: Kugelige, schwarzviolette Steinfrüchte (Beeren) in schweren, hängenden Fruchtständen.
- Borke: Graubraun, tief längsrissig, mit auffälligen Korkwarzen (Lentizellen); das Mark der Zweige ist weiß und schwammig.
Pflege
Regelmäßig gießen, besonders bei Trockenheit und während der Fruchtbildung
Im zeitigen Frühjahr mit Kompost oder organischem Material mulchen. Stickstoffbetonte organische Düngung fördert das Wachstum.
Brennnesseljauche:Frische Brennnesseln in Wasser ansetzen und 1-2 Wochen gären lassen. 1:10 mit Wasser verdünnt im Wurzelbereich gießen. Ideal für den hohen Stickstoffbedarf des Holunders.- Erhaltungsschnitt: Im späten Winter oder zeitigen Frühjahr alte, abgetragene Triebe bodennah entfernen.
- Fruchtholz: Holunder blüht und fruchtet am besten an den kräftigen einjährigen Trieben, diese unbedingt stehen lassen.
- Auslichten: Zu dicht stehende Zweige entfernen, um eine gute Durchlüftung zu gewährleisten und Pilzkrankheiten vorzubeugen.
Giftigkeit
Hinweis: Diese Pflanze kann giftig sein.
Haustiere: Gemäß ASPCA giftig für Katzen; Verzehr von Blättern, Rinde oder rohen Beeren führt zu Vergiftungserscheinungen.
Menschen: Rohe Beeren, Blätter und Rinde enthalten cyanogene Glykoside (Sambunigrin) und sind giftig. Gekochte reife Beeren und Blüten sind essbar und ungiftig.
Verwendung & Kultur
Kultur: In der germanischen Mythologie galt der Holunder als Sitz der Göttin Holla (Frau Holle) und als heiliger Schutzbaum für Haus und Hof, der böse Geister und Blitze abwehren sollte.
Verwendung: Blüten für Sirup, Limonade und Tee; gekochte Beeren für Saft, Gelee und Wein; traditionelle Heilpflanze bei Erkältungskrankheiten.
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